Über mich

Mein Name ist Aileen Keppler, ich bin 37 Jahre alt und lebe in der Nähe von Hamburg. Aufgrund persönlicher und beruflicher Erfahrungen bin ich immer wieder mit traumatischen Erfahrungen in Berührung gekommen. Ich selbst habe gute Wege gefunden damit zurecht zu kommen und weiß allerdings zu gut welche Auswirkungen Traumatisierungen auf einen Menschen haben können.


Mein unkonventioneller Weg...

...führte mich bereits im zarten Alter von 14 zu einem sehr besonderen Berufswunsch. Mein großer Wunsch war es Polizistin zu werden. Sehr zielstrebig folgte ich diesem Ziel und konnte nach meinem Fachabitur tatsächlich das Studium bei der Polizei beginnen. Bereits mit 16 wurde ich das erste Mal mit den Schattenseiten dieses Berufes konfrontiert. Tödliche Verkehrsunfälle und andere schwere Unglücksfälle begegneten mir bereits in diesen jungen Jahren. Rückblickend betrachtet habe ich zwar nach dem ersten tödlichen Verkehrsunfall an meiner Berufswahl gezweifelt. Ich habe dann aber dank funktionierender Verdrängungsmethoden diesen Weg dann doch weiter beschritten. Nach der Verwendung in der Bereitschaftspolizei kam ich in den Einzeldienst einer kleineren Polizeidienststelle. In dieser Zeit gehörten alle Arten von Einsätzen zum täglichen Dienst. Nach einige Jahren stellten sich immer gravierendere gesundheitliche Probleme ein.  In dieser Phase begann ich genauer hinzusehen und musste feststellen, dass die vielen kleinen Situationen der Hilflosigkeit eine Lawine ins Rollen gebracht hatten, die es zu stoppen galt. Mit sehr guter therapeutischer Hilfe gelang es mir die erlebten Situationen zu verarbeiten. 

 

Ich zog die notwendigen Konsequenzen und arbeite nun seit einigen Jahren eher im Innendienst. Gesundheitlich ging es dadurch steil bergauf. Der Zusammenhang zwischen körperlichen Beschwerden und den erlebten traumatischen Ereignissen lag klar auf der Hand. 

 

Die Thematik lies mich anschließend jedoch nicht los, und so begann ich mich immer mehr damit zu beschäftigen. Auch wenn mal als Betroffene/r einer Traumatisierung nichts für diese Umstände kann, sucht man doch immer wieder die Schuld bei sich. Man versucht sein Leben wie gewohnt zu bestreiten aber scheitert dabei kläglich. Das schlägt sich auf Beziehungen und auf das Selbstwertgefühl nieder. Oft können die Ursachen für diese Probleme noch gar nicht offen den Traumatisierungen ursächlich zugeschrieben werden. Mir hätte durch mehr Aufklärung zu diesem Thema sicher früher geholfen werden können. Aus diesem Grund habe ich den Trauma-Anker ins Leben gerufen. Ich möchte Mut machen sich die andere Seite der Angst anzusehen. Es lohnt sich...